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Naturbildungs-Seminare in Zeiten der Pandemie und des Lockdowns

 

Information für Kursteilnehmende, Dozierende und alle an unserer Arbeit Interessierte

 

Im November 2020 pausiert unser Seminarbetrieb bis auf wenige Ausnahmen.

Alle Beteiligte werden schnellstmöglich und auf direktem Weg informiert.

 

Gerne wollen wir versuchen, an dieser Stelle transparent zu machen: Wie und wann und unter welchen Bedingungen veranstaltet die Naturschule Deutschland e.V. in diesen Tagen Seminare? Was leitet uns bei unseren Entscheidungen?

 

Zunächst orientieren wir uns selbstverständlich immer wieder (neu) an dem uns gegebenen rechtlichen Rahmen. Das sind derzeit die Corona-Verordnungen der 12 Bundesländer unserer Kursstandorte sowie die Regelungen in Luxemburg. Folgende Aspekte müssen wir dabei beachten:

  1. Besteht die grundsätzliche Erlaubnis für Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen?
  2. Ist eine Beherbergung möglich?
    Im Regelfall findet bei unseren Weiterbildungen eine Übernachtung der Teilnehmenden am Seminarort statt. Dabei gibt es eine Vielfalt von Gegebenheiten (Träger, Räume, Übernachtung, Verpflegung), die wir überprüfen und mit den Seminarhäusern zusammen an den jeweils aktuellen Vorschriften messen müssen.
  3. Dürfen wir in die Landschaft, in den Wald?
    Unsere Veranstaltungen finden nur zu einem geringen Teil im Sitzen in geschlossenen Räumen statt. Wir bewegen uns überwiegend draußen. Das ist in manchem ein großer Vorteil, nicht zuletzt weil dadurch das Infektionsrisiko geringer ist. Andererseits müssen wir beachten, inwiefern der Aufenthalt einer Gruppe von 10-25 Personen in der Öffentlichkeit im jeweiligen Bundesland gerade erlaubt ist.

 

Darüber hinaus führen wir Veranstaltungen nur dann durch, wenn

  • wir davon ausgehen können, die inhaltlichen Ziele der Veranstaltung auch erreichen zu können
  • der Planungs- und Organisationsaufwand für uns leistbar ist
  • es keine sonstigen ethischen Gründen gibt, aus denen wir eine Durchführung nicht (mehr) verantworten können

 

Seit Sommer 2020 führen wir Veranstaltungen „im Corona-Modus“ durch, haben durchdachte und bewährte Hygienekonzepte erarbeitet und passen diese immer wieder an, wenn es erforderlich ist. Und wir machen damit insgesamt sehr gute Erfahrungen. Ja, Naturbildung ist auch so möglich. Es geht und es ist wichtig und wertvoll!

 

Der „November-Lockdown“ hat uns nun erneut vor eine große Herausforderung gestellt. Auch wenn Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen in allen Bundesländern weiterhin erlaubt sind, gibt es doch Einschränkungen und Hindernisse. Gleichzeitig ist eine allgemeine Verunsicherung spürbar und bei etlichen Beteiligten der Wunsch, momentan auf Kontakte in Fortbildungsgruppen lieber zu verzichten.

 

Als Team und Vorstand spüren wir Verantwortung gegenüber den direkt am Seminarbetrieb Beteiligten: das sind unsere Mitarbeitenden, Teilnehmenden, Dozierenden, Kooperationspartner, Seminarhausbetreiber. Diese Verantwortung bezieht sich auf gesundheitliches, aber auch wirtschaftliches Wohlergehen dieser Menschen und Organisationen und auch von uns selbst als Institution. Gleichzeitig sehen wir darüber hinaus auch eine Mitverantwortung für die gesamte Gesellschaft.

 

Vor diesem Hintergrund haben wir die Entscheidung getroffen, dass unser Seminarbetrieb im November 2020 grundsätzlich pausiert – mit wenigen Ausnahmen, in denen wir die Durchführung der Veranstaltung gut begründen und vertreten können. Diese Entscheidung haben wir nach bestem Wissen und Gewissen und unter Betrachtung verschiedenster Belange getroffen.

 

Matthias Wörne, Geschäftsführer und pädagogischer Leiter